Die Gesundheitsversorgung im Kanton Zug ist grundsätzlich gut, doch die Anforderungen steigen
deutlich. Mit dem demografischen Wandel nehmen chronische Erkrankungen, Mehrfach- erkrankungen und psychische Belastungen im Alter zu. Viele Betroffene benötigen nicht
nur medizinische Behandlung, sondern auch Betreuung im Alltag und soziale Unterstützung.
Genau hier zeigt sich ein strukturelles Problem: Leistungen sind oft getrennt organisiert,
Zuständigkeiten unklar und Abläufe nicht ausreichend koordiniert. Für Betroffene und Angehörige bedeutet das mehr Aufwand, mehr Unsicherheit und häufiger Versorgungslücken. Ohne funktionierende Koordination steigt das Risiko vermeidbarer Krisen und Spitaleintritte.
Gleichzeitig sind Betreuungsleistungen oft schwer finanzierbar, obwohl sie früh entlasten und
spätere Kosten senken können. Besonders belastet sind Angehörige, die einen grossen Teil der
Unterstützung übernehmen. Der Kanton braucht deshalb eine integrierte Alters- und
Gesundheitspolitik, die Medizin, Pflege, Betreuung und Prävention verbindlich verbindet.

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