Wohnen ist im Alter eine Schlüsselfrage für Selbstbestimmung, Gesundheit und soziale Teilhabe.
Im Kanton Zug sind Boden und Wohnraum knapp, die Preise hoch und bezahlbare,
altersgerechte Wohnungen zu selten. Viele ältere Menschen leben in Wohnungen, die zu gross,
zu teuer oder baulich ungeeignet sind. Gleichzeitig fehlen passende Alternativen im vertrauten
Umfeld. Das erschwert den Wohnungswechsel und erhöht das Risiko von Isolation. Ohne
barrierefreie Zugänge steigen Unfallrisiken und Abhängigkeit im Alltag. Wenn bezahlbarer
Wohnraum fehlt, geraten besonders Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen unter
Druck. Daraus folgen Verdrängung, soziale Spannungen und zusätzliche Belastung für Pflege-
und Betreuungssysteme. Der Wohnungsmarkt löst diese Probleme nicht von selbst. Es braucht
aktive Bodenpolitik, klare Vorgaben in Planung und Bau sowie gezielte Förderung gemeinnütziger
Trägerschaften. Ebenso wichtig sind Beratung und Unterstützung bei Umbauten im Bestand.
Eine vorausschauende Wohnpolitik stärkt den Zusammenhalt und ermöglicht älteren Menschen
ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Gemeinde.

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